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Siwaschsee

Rosa Sole des Siwaschsees im westlichen Teil

Siwaschsee wird im Sommer zu einer Salzwüste

Der Siwaschsee oder einfach Siwasch ist ein sehr breites System der flachen Buchten, das westlich vom Asowschem Meer liegt und die Halbinsel Krim vom Festland trennt. Nur eine einzige Verbindungsstelle zum Asowschem Meer, die geringe Tiefe des Siwaschsees (maximal 3 m) und starke Wasserverdunstung führen dazu, dass der Siwaschsee einen sehr hohen Salzgehalt hat. Besonders im südlichen und westlichen Teilen des Siwaschsees ist die Konzentration des Salzes sehr hoch und erreicht zum Teil 17 %. Zum Vergleich: Der Salzgehalt der Ozeane liegt bei ca. 3,5 %.

Der Boden der Gewässer ist mit einer teilweise über 5 m dicken Schicht aus Schlamm (Feinkohle) und Salzablagerungen bedeckt. Im Sommer trocknen große Flächen aus und werden dadurch zu einer unbewachsener Salzwüste. Der Salzgehalt in den verbleibenden Wasserstellen steigt weiter an und es wird eine Sole mit einer Salzkonzentration von ca. 30% (natürliche Sättigung) gebildet. Dabei ist die Farbe der Sole rosa, was auf die in der Sole enthaltene Beta-Carotin-haltige Mikroalge Dunaliella salina zurückzuführen ist.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Siwasch besteht wegen des hohen Salzgehalts und des trockenen Klimas hauptsächlich in Salinenwirtschaft verschiedener Mineralien. Die Sole des Siwaschsees enthält Natrium-, Kalium-, Magnesiumchloride, Magnesiumbromid, Magnesiumsulfat und andere Salze. Der gesamte Salzvorrat des Siwasch liegt bei ca. 200 Millionen Tonnen.

 

Siwaschsee auf der Karte:


Größere Kartenansicht

 

Obwohl Siwash ein ziemlich großes Gewässer mit der Fläche von 2.453 km2 ist, ist seine Tiefe wirklich gering und liegt im Bereich von 0,5 bis 1,5 m. Die maximale Tiefe erreicht nur 3,2 Meter. Um das Verhältnis zwischen der geringen Tiefe und der Größe der Wasserbassins besser visualisieren zu können, stellen wir fest, dass der Siwasch sich über 115 km von Norden nach Süden und über 160 km von Westen nach Osten erstreckt.

Das Flachwasser von Siwaschsee und eine große Menge der Sonnenwärme im Süden der Ukraine führen zu der Tatsache, dass das Salzwasser in der Lagune sich stark erhitzt und verdampft. Deshalb ist in den Gewässern des Siwaschsees eine wesentlich höhere Salzkonzentration als den Asowschen und Schwarzen Meeren vorhanden. Wenn der Salzgehalt des Asowschen Meeres im Durchschnitt 1,1% und des Schwarzmeeres 1,8% beträgt, erreicht sie z.B. im südlichen Teil von Siwasch 17%. Und am Höchsten ist die Salzkonzentration im Westen der Lagune. Dieses natürliches an Mineralien reiches Wasser heißt Sole.

Siwasch ist ein wunderbares natürliches Laboratorium, in dem sich die Mineralsalze ansammeln. Wie kann das passieren? Die Beobachtungen und Berechnungen zeigen, dass pro Quadratzentimeter der Oberfläche des Siwaschsees im Jahr etwa 1000 mm Wasser verdunsten. Und die Menge der Niederschläge für den gleichen Zeitraum beträgt nur etwa 300 mm. Es ist auch bekannt, dass die Gesamtmenge der im Jahr verdampften Feuchtigkeit im Siwasch fast die Hälfte des darin enthaltenes Wassers erreicht. Und wenn Siwasch nicht verschwindet und von Jahr zu Jahr in etwa die gleiche Menge an Wasser darin bleibt, dann muss das Wasser von Außen her kommen.

Wo kommt dieses Wasser her? Die sehr kleinen Flüsse der Krim, die in Siwasch fließen, bringen so wenig Wasser, dass es auf keinen Fall für die Deckung des Feuchtigkeitsverlustes durch die Verdunstung ausreicht. Hauptsächlich kommt das frische Wasser ein den Siwasch aus dem Asowschen Meer durch die Enge von Henichesk. Wenn dieser Zufluss nicht da wäre, wäre Siwasch als einheitliches Wasserbecken längst verschwunden oder im besten Fall in eine Reihe von isolierten kleinen Salzseen (Limane) zerfallen (wie Salzseen in der Region von Perekop).